Trotz einer aktuell massiven Rückkehr populistischer und nationalkultureller Debatten zeigt sich beim näheren Hinsehen, dass kulturelle Eindeutigkeit eine Illusion ist. Innerhalb einer globalisierten Welt sind Kulturen nicht mehr klar voneinander abzutrennen und zu unterscheiden. Sie vermischen und durchdringen sich, gehen neue hybride Repräsentationsformen ein. Dafür hat sich als Begriff Transkultur durchgesetzt. Gerade auch in modernen Kulturbetrieben.

 

Innerhalb der kulturellen Praxis von Theatern, Museen, Konzerthäusern, Festivals und anderen Kulturbetrieben gibt es ein neues Bewusstsein für die Vielfältigkeit künstlerischen Handelns. Zugleich bestehen immer noch zahlreiche Schwierigkeiten, wenn es um die Frage geht: Wer definiert diese Vielfalt?  Wie lässt sich bloße Repräsentation von verschiedenen künstlerischen Zugängen in einen gleichwertigen, echten Dialog verwandeln? Wie gelingt es, ein Publikum zu finden, das die genauso divers und vielfältig ist wie das kulturelle Angebot? Und wie wird es angemessen beteiligt? 
Wer spricht? Wer hört zu? Wer verbindet beides?

 

Die Berliner Tagung stellt Theoretiker*innen und Praktiker*innen aus verschiedenen Bereichen der Kultur, des Kulturmanagements, den Künsten und anderen Gesellschaftsbereichen vor. Sie alle beschäftigen sich mit der Frage, wie Transkultur zu einer intensiven Vielfalt von Stimmen, Meinungen und hybriden Kommunikationsformen werden kann. Ansätze, Methoden, kreative Ideen für die Praxis werden ebenso vorgestellt wie aktuelle Diskurse aus der Forschung.


FernUniversität in Hagen

Regionalzentrum Berlin

Kurfürstendamm 21

10719 Berlin

bis zum 10.10.2017

Nadia Budnik

tagung.berlin@fernuni-hagen.de